|
|
bv |
| Indiana Jones beim Enträtseln einer Flaschenpost. Das Filmteam drehte auch am Main. |
|
|
|
Die gab ihnen Pfarrer Jürgen Vorndran um Punkt 17.00 Uhr bekannt: in den kommenden zwei Tagen sollten sie einen Videofilm drehen, bei dem die berühmte Filmfigur „Indiana Jones“ nach einem zweischneidigen Schwert sucht. Ein roter Faden für die Geschichte war schon vorhanden, die Teilnehmer mussten daraus in aller Eile ein Drehbuch stricken. Darin schickten sie Indiana Jones und seine Freundin Diana kreuz und quer durch die Kirchen der Pfarreiengemeinschaft St. Martin. In der Stiftsbasilika versuchen sie, an den Stiftsschatz heran zu kommen. Dort erhalten sie den entscheidenden Hinweis, dass dieses Schwert etwas mit dem Apostel Paulus zu tun hat. In St. Agatha begegnet ihnen ein geheimnisvoller Mönch, der auf die Muttergotteskirche hinweist und dann verschwindet. In der Krypta der Pfarrkirche schließlich finden sie die Lösung: das zweischneidige Schwert ist nicht aus Metall, sondern es ist das Wort Gottes, dass in die Herzen der Menschen dringt. Mit viel Spaß inszenierten die Teilnehmer die aufregende Jagd durch die Aschaffenburger Innenstadt. Während ein Teil der Akteure mit der Kamera unterwegs waren, kümmerten sich die anderen um die Verpflegung des Teams und die Ausstattung der Drehorte. Pfarrer Vorndran hatte einen Gastauftritt als geheimnisvoller Tippgeber, Gemeindereferent Burkard Vogt begleitete die Filmemacher als Regieassistent. Timo Unger und Jonas Immerschitt brachten als Leiter des Projekts auch das technische Know-how mit. Schließlich musste der Film ja noch in aller Eile geschnitten und mit Musik unterlegt werden. Inzwischen entwarfen einige Teilnehmer die Kinoplakate und Handzettel und machten sich auf Werbetour. Nach 48 Stunden war es geschafft: der von den Teilnehmern des Projektes als Kinosaal zurecht gemachte Keller des Jugendheimes füllte sich mit Kinobesuchern. Etwa 60 Premieregäste sahen sich „Indiana Jones und das zweischneidige Schwert“ an und waren hinterher voll des Lobes. „Ich habe Lachtränen in den Augen“, meinte eine Mutter am Ende der Vorführung. Nach diesem Erfolgserlebnis war das sicher nicht das letzte Projekt, dass die Jugend der Pfarreiengemeinschaft St. Martin angegangen ist. |